Deutsch-Pennsylvanischer Tag 2007

Domherrenhof Essenheim

Der zweite öffentliche Deutsch-Pennsylvanische Tag fand am Freitag, den 28. September 2007, im Domherrenhof (siehe Bild) im rheinhessischen Essenheim statt. Rund 80 Gäste aus Deutschland und den USA nahmen an der Veranstaltung teil. Hintergrund der Ortswahl ist ein Besuch der pennsylvanischen Familie Hassinger (Lebanon, PA) in der Heimat ihrer Vorfahren. Rund um Wörrstadt und Schornsheim leben derzeit etwa 100 Hassinger-Familien, die zum Deutsch-Pennsylvanischen Tag eingeladen wurden. Neben einem Vortrag über die Familiengeschichte der Hassingers (von Karl-Heinz Ebling, Schornsheim) gab es eine Einführung in die pennsylvaniadeutsche Sprache (Prof. Dr. Mark L. Louden, Madison, Wisconsin). Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Peter Schraß, der alte und neue Lieder aus der Pfalz zur Aufführung brachte.

Programm Deutsch-Pennsylvanischer Tag 2007 (Stand: 2. September 2007)

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Projektentwicklung „En Friehyaahr fer die Mudderschprooch

Februar 2007

Der Deutsch-Pennsylvanische Arbeitskreis e.V. regt in einem Brief an die „Pennsylvania German Society“ (Kutztown, PA) an, gemeinsam in Pennsylvania ein jährliches Sprach- und Kulturfestival zu initiieren. Veranstaltungen zwischen Februar und Mai eines Jahres könnten so gemeinsam vermarktet werden. Die Idee stammt aus dem Elsass. Dort läuft die Serie „En Friehjohr fer unseri Sproch“ sehr erfolgreich. Hier ist das Anschreiben (PDF):

Brief an David Valuska

April 2007

Beim Besuch in Kutztown sprechen Dr. Walter Sauer und Nadine Sauer mit Prof. David Valuska, Präsident der PGS, und anderen Verantwortlichen. Die Idee wird sehr positiv aufgenommen. Die Veranstaltungsreihe soll „En Friehyaahr fer die Mudderschprooch“ heißen und ca. von Februar bis Juni dauern. Maskottchen soll der pennsylvaniadeutsche „Nationalvogel“ sein – der „Dischtelfink“.

März 2009

Die Serie von Veranstaltungen unter dem Motto „En Friehyaahr fer die Mudderschprooch“ soll im Jahr 2010 erstmals stattfinden und sich über den Zeitraum vom 2. Februar (Groundhog Day) bis 30. Juni (Kutztown Pennsylvania German Festival) erstrecken. Veranstaltungen, die im Rahmen des Projekts gelistet werden sollen, können angemeldet werden bei Ed Quinter (Allentown) oder Dr. Michael Werner (Ober-Olm).

‚S Deitsch Uffguckbichli (PG Wikipedia)

 Wikipedia

Der Deutsch-Pennsylvanische Arbeitskreis e.V. hat die Einrichtung einer „Pennsylvaniadeutschen Wikipedia“ mit initiiert und unterstützt deren Ausbau aktiv. Einige Projekte des Arbeitskreises werden auf den Seiten der Wikipedia weiter vorangetrieben.

Deutsch-Pennsylvanischer Tag 2006

PG Reader Title

Der erste öffentliche „Deutsch-Pennsylvanische Tag“ unseres Arbeitskreises fand im Oktober 2006 im Auswanderermuseum Oberalben bei Kusel in der Pfalz statt. Rund 120 Interessierte waren anwesend, darunter Anett Stich vom Pennsylvanischen Tourismusbüro.

Nach der Begrüßung durch Heidrun Werner (Förderverein Auswanderermuseum Oberalben e.V.) und Dr. Michael Werner (DPAK) berichtete Roland Paul (Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern) in einem Vortrag, wie aus ausgewanderten Pfälzern Pennsylvaniadeutsche wurden.

Im Anschluss lasen Butch Reigart (Columbia, PA), Ray Fisher (Frankfurt) und Dr. Walter Sauer pennsylvaniadeutsche Texte aus der neuen DPAK-Anthologie „Mit Pennsylvaanisch-Deitsch darich’s Yaahr“.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Folkband Reinig, Braun und Böhm. Das Motto ihres Konzertes war: „Auswandererlieder, Einwandererlieder – Pfälzische Volkslieder in der alten und der neuen Welt“.

Parallel zu den Vorträgen fand eine Quilt-Ausstellung im Obergeschoß des Museums statt. DPAK-Mitglieder hatten ihre schönsten Stücke nach Oberalben mitgebracht.

„Mit Pennsylvaanisch-Deitsch darich’s Yaahr“

Im Jahr 2006 hat der Deutsch-Pennsylvanische Arbeitskreis die Anthologie „Mit Pennsylvaanisch-Deitsch darich’s Yaahr“ herausgegeben.

PG Reader Title

Das Buch (ISBN 987-3-937467-49-1) ist im Buchhandel und direkt beim Verlag »Edition Tintenfaß«, Neckarsteinach (www.verlag-tintenfass.de, Tel.+Fax: 49+6229-2322) erhältlich. In den U.S.A. ist es zu beziehen über: The Family Album, At the Old Mill, 4887 Newport Road, Kinzers, PA 17535 (Phone: 717 442 0220, FAX: 717 442 7904, Email: RareBooks@POBox.com).

Historic Pennsylvania German District

PG Reader Title

Der Deutsch-Pensylvanische Arbeitskreis e.V. setzt sich dafür ein, im nördlichen Lancaster County einen „Historic Pennsylvania German District“ einzurichten. Hier ist ein kurzer Abriss unseres Projektverlaufs:

Vorarbeiten ab ca. 1960:

Seit den 1960er Jahren arbeitet unser DPAK-Ehrenmitglied Prof. C. Richard Beam, Director des „Center for Pennsylvania German Studies“ (Millersville University) an der Erstellung eines „Pennsylvaniadeutschen Wörterbuchs“. Im Rahmen der Feldstudien wurden auch hunderte von deutschen Orts- und Straßennamen in Pennsylvania recherchiert. Das Wörterbuch liegt in 11 Bänden seit Frühjahr 2007 gedruckt vor. Bereits vor rund fünf Jahren haben er und seine Mitarbeiterin, Jennifer Trout, ein gutes Dutzend pennsylvaniadeutsche Straßenschilder produzieren lassen. Leider kam es seinerzeit nicht dazu, dass sie aufgehängt wurden. Frank Kessler (Brüssel) hat seither bei Gesprächen in Pennsylvania und in verschiedenen Fachartikeln immer wieder darauf hingewiesen, dass das Einrichten einer zweisprachigen Beschilderung einen Beitrag zum Erhalt der pennsylvaniadeutschen Kultur leisten und im Hinblick auf die Vermarktung der Region als Zielgebiet für deutsche Touristen sinnvoll sein könnte.

PG Reader Title

2006

Der Deutsch-Pennsylvanische Arbeitskreis beschließt, sukzessive alle im Wörterbuch vorliegenden pennsylvaniadeutschen Orts- und Straßenbezeichnungen systematisch in der pennsylvaniadeutschen Wikipedia (pdc.wikipedia.org) zu erfassen. Im Zentrum der Arbeit steht zunächst Lancaster County, weil für diese Gegend am meisten historische Bezeichnungen recherchiert werden konnten. Hier ist eine aktuelle Liste:

PG Place Names Lancaster County

PG Reader Title

Februar 2007

Anfang Februar schreiben Jennifer Trout und Dr. Michael Werner für den Deutsch-Pennsylvanische Arbeitskreis e.V. den folgenden Brief an den County Commissioner von Lancaster County, Dick Shellenberger:


Liewer Mr. Shellenber
rger,
„Heritage is a limited resource. Cultural traditions that are not shared with younger generations are lost to history. If Lancaster County is to maintain its historic and cultural identity, it must strive to preserve the intersections between people, place and tradition. Lancaster County’s greatest assets are its historic buildings, landscapes, and cultural traditions – without them, the county loses its identity, and a part of America’s heritage goes with it.“ (From the „The Draft Cultural Heritage Element – A Strategy for Preserving Our Sense of Place“, Lancaster County Planning Commission, 2006).
We, the members of the German-Pennsylvanian Association (Deutsch-Pennsylvanischer Arbeitskreis e.V.), would like to suggest the creation of a „Historic Pennsylvania German District“ in the Cocalico Valley, Northern Lancaster County, to honor the achievements of the early Pennsylvania German settlers as well as provide a new tourist attraction. This could include the installation of
bilingual English/PG signs for streets, places, settlements; additional English/PG/High German information boards. For the past 40 years, Prof. C. Richard Beam, director of the „Center for Pennsylvania German Studies“ in Millersville, has collected local Pennsylvania German names. Enclosed please find all entries for Lancaster County. We are sure that the installation of such signs would be of interest to German tourists visiting the area. Our suggestion: Approximately 100 signs in West Cocalico, East Cocalico, Clay, Ephrata, West Earl and Earl Townships (Historic Pennsylvania German District in the Cocalico Valley), an additional 50 to 60 signs in the surrounding Townships of Elizabeth, Warwick, Upper Leacock, Leacock, East Earl, Brecknock, East Lampeter, Strasburg, Paradise and Salisbury;
In the Cocalico Valley, special buggy rides and bicycle trips could be offered. Approximately 80,000 visitors from Germany per year are especially interested in learning about the Pennsylvania German heritage of the area – and in getting to know people of Pennsylvania German descent. After all, people from southwestern Germany and Pennsylvania are still able to communicate in the same dialect after about 300 years of separation. Some Pennsylvania German street signs have already been posted, e.g. the „Schteebruch Weg“ (Stone Quarry Road). We suggest the systematic placing of signs of all available Pennsylvania German names thus establishing a new tourist attraction in Northern Lancaster County
.

Dr. Michael Werner (President DPAK) and Jennifer Trout (Center for PG Studies)

Jack Brubaker (Lancaster New Era) schreibt am 20. Februar im „Lancaster New Era“ einen Zeitungsartikel mit der Überschrift „Bilingual signs a way to preserve Pennsylvania Dutch heritage“. Das DPAK-Projekt wird vorgestellt, und er interviewt den Lancaster County Commissioner Dick Shellenberger. Brubaker schreibt:

„The commissioner, who met with Werner in Germany last year, favors creation of a historic district. And he says bilingual road signs are a wonderful idea. (…) Shellenberger believes bilingual signs would help preserve Pennsylvania German designations that our grandparents recognized.“

Und auch der „Lancaster New Era“ spricht sich für die Einrichtung eines „Historic Pennsylvania German Districts“ aus, wenn Brubaker am Ende des Artikels schreibt: „Does it really matter if Lancaster County becomes just another pastel place in America? You probably believe it matters, or you would not have read this far. So tell the county commissioners and officials in the affected townships that you want Lancaster County to remain special by preserving the colorful Pennsylvania Dutch aspect of its cultural identity.“

In einem E-Mail an Michael Werner befürwortet Scott W. Standish, „Director for Long Range and Heritage Planning“ (Lancaster), Ende Februar 2007 das Projekt: „As you are aware, the County’s recently adopted cultural heritage element of the Lancaster County Comprehensive Plan clearly supports such efforts which help to preserve, protect and celebrate our rich tangible and intangible cultural heritage resources here in our community. Having said that, the Lancaster County Planning Commission is also involved in several related activities that may also support an idea for such a district. The Commission supports municipalities and organizations that are interested in establishing either local historic districts or are interested in pursuing National Historic District designations. All of the signs that you shared in the email („Historic District“ signs) are places that have actually gone through some type of a process to officially establish the districts as either local or national designated areas. Importantly, in this case, the National Register also provides for the designation of rural historic districts and/or cultural historic districts and it seems that this area of the County, along with adjacent areas in Lebanon and Berks, might be a good candidate for such a designation. Another program of the Planning Commission is the Lancaster County Heritage program. This program is currently being expanded to include the opportunity for designation of „Heritage Landscapes“. The criteria for such a designation will be developed over the course of the next number of months. All of these opportunities seem possible and we would be happy to meet with you to talk about them and explore possible next steps.“

März 2007

In einem Gespräch mit Michael Werner in Frankfurt unterstützt Terese Balzereit, „Manager International Tourism Marketing“ des Staates Pennsylvania, die Einrichtung eines solchen „Historic Pennsylvania German Districts.“ Sie will sich in Lancaster beim „Pennsylvania Dutch Convention & Visitors Bureau“ dafür einsetzen, dass das Projekt von dort aus mit Hochdruck weiter vorangetrieben wird.

April 2007

Dr. Georgia Matt-Haen, Kulturreferentin des Landkreises Kaiserslautern und mit dem Kreis DPAK-Mitglied, besucht den amerikanischen Partnerkreis Lancaster County und spricht mit County Commissioner Dick Shellenberger über das Projekt.

Eine Reporterin der Fernsehstation WHP/CBS 21 aus Harrisburg (PA) besucht Prof. C. Richard Beam und Jennifer Trout, um in einem Fernsehbeitrag mit Interview über das Vorhaben zu berichten. Der Beitrag wird Ende April ausgestrahlt.

Harrisburg TV

PA Dutch Road Signs May Be Coming to A Road Near You.

Lancaster County may soon have dozens of Pennsylvania Dutch road signs up along its roadways. The Lancaster County Commission says it likes the idea of going back to our roots, but it would be up to individual townships to get the job done. Richard Beam has been studying the PA Dutch language his whole life. He’s 82 years old now and he actually has 15 signs sitting in his living room. He’s hoping that they can be put to use soon.

Hier ist der Link zum Video:

http://www.whptv.com/mediacenter/local.aspx?videoid=123649@video.whptv.com

Juni 2007

Scott Standish, Leiter der „Lancaster County Heritage Planning Commission“, Prof. C. Richard Beam und Jennifer Trout sprechen in Millersville über das Projekt. Die „Planning Commission“ unterstützt die Idee eines „Historic Districts“ und fordert den DPAK auf, konkretere Planungen zur Umsetzung (inkl. einer möglichen Finanzierung) zu erarbeiten. Für die Gespräche mit den jeweiligen Township Supervisors ist es wichtig, die vorliegenden Orts- und Straßennamen vorab genau zu lokalisieren.

Oktober 2007

Kip van Blarcom und Michael Werner

Bei einem Besuch in Pennsylvania fotografieren Butch Reigart und Michael Werner eine Reihe von Orten, an denen zusätzliche pennsylvaniadeutsche Schilder aufgestellt werden könnten. Unterstützung erfährt das Projekt auch weiter durch die „Lancaster County Heritage Planning Commission“, wie bei einem Besuch von Kip van Blarcom (im Foto links) im Lancaster County Court House deutlich wurde.

Auch Audrey Bialas und Janet Wall vom „Pennylvania Dutch Convention & Visitors Bureau“ befürworten die Idee. Die Zeitung „Ephrata Review“ ist sogar bereit, wieder eine pennsylvaniadeutsche Kolumne einzuführen, wenn unser Arbeitskreis einen geeigneten Autoren benennt. Hier könnte das Projekt Monat für Monat im Leserkreis des „Review“ beworben werden.

Januar 2008

Auf Initiative des DPAK erscheint im „Ephrata Review“, das im Zentrum eines möglichen historischen Bezirks liegt, nach vielen Jahren monatlich wieder eine pennsylvaniadeutsche Kolumne – geschrieben von einem DPAK-Mitglied.

Deitsch Kalemn im Ephrata Review